Falknerei Eulenhof
Sie werden die Federn spüren.........

                      Hier ein kleine Auswahl unsere Medienberichte 2013

Faszination Mittelalter: Beliebtheit der Märkte steigt

  

Die Falkner dürfen auf einem Mittelalterlichen Markt nicht fehlen.


 

Warendorf   wird am 13. und 14. Juli wieder zur Bühne von Gauklern,  Händlern und Spielleuten. Das Mittelalterliche Marktfest hat über 500  Teilnehmer auf  der Liste.

Von Monika Vornhusen
                                                                                                                                 

Die   Vorfreude der Aktiven steigt täglich: Das Mittelalter hält in  Kürze   wieder Einzug auf dem Lohwall in Warendorf: Das 4.  Mittelalterliche   Marktfest wird am Samstag, 13. Juli und am Sonntag, 14.  Juli nahe der   Ems ausgetragen und verspricht ein Stelldichein von über  500 Händlern, Handwerkern, Gauklern, Spielleuten. Es wartet eine  Zeitreise in die   ferne aber faszinierende Welt des Mittelalters, in der  mit dem Feuer   getanzt und mit Schwertern gekämpft wurde. Die Faszination  Mittelalter steigt offensichtlich trotz Hi-Speed-Datenautobahnen,  Suchmaschinen und  sozialen Netzwerken weiter stetig an. Denn die  Veranstalter von Ars  Westfalica sind manchmal selbst überrascht über das  Interesse sowohl  seitens der Teilnehmer als auch der Besucher. Was 2010  aus einer  privaten Idee entstanden ist, zieht nun immer größere Kreise.   Hinter  Ars Westfalica als Veranstalter stehen Ralph Damke und Ulrike    Bitterlich-Nietsch mit ihrem gesamten Team. „Die Nachfrage der    Teilnehmer nach dieser Art von Veranstaltungen steigt stetig. Die Märkte    entwickeln sich gut. Ja, die Plätze sind schon fast hart umkämpft“,   sagt Ulrike Bitterlich-Nietsch auf WN-Nachfrage.

Mittlerweile hat    Ars Westfalica neben dem festen Markttermin in Warendorf weitere    Mittelalterliche Märkte in Bönen, Senden, Hohenlimburg und Versmold    etabliert. Waren es in Warendorf beim ersten Mitteralterlichen Marktfest    2010 noch etwas über 300 Teilnehmer, so ist die Zahl nun auf über 500    angewachsen. „In Warendorf wird die gute Atmosphäre von den Teilnehmern   sehr geschätzt“, meint Ulrike Bitterlich-Nietsch. Am Markt-Wochenende  in  Warendorf gelte das Prinzip „Jeder hilft jedem“ , da gehe es noch   familiär zu unter den Gaukler-Leuten und Heer-Lagerern.

Die Fans   Mittelalterlicher Musik dürfen sich freuen, denn mit der Zusage von   Capud Draconis, einer echten Kult-Band aus der „Szene“, ist es Ars   Westfalica gelungen, Akzente zu setzen. Aber auch die Auswahl der   sonstigen Teilnehmer des Mittelalterlichen Marktes könnte erlesener   nicht sein. Denn wann trifft man schon mal den Stamm Kahmsin mit einer   Feuershow, die den Atem nimmt oder den Alchemikus Magnus von Braunstein,   der Spektakuläres aus der Welt der Alchemisten präsentiert? Wer es   handfest mag, der trifft auf dem Mittelalterlichen Markt in Warendorf   auch die Westfälische Turniergesellschaft, die realistisches   Schlachtgetümmel im Vollkontakt auf der Kampffläche zeigt. Tandaniel ist   Geschichtenerzähler – er wird seine Bewunderer statt mit Fäusten eher   mit Worten verzaubern. Susanna von Rabenstein gibt Einblick und bietet   zugleich Mittelalterliche Trauungen (nicht rechtsverbindlich) an – das   sind nur einige von vielen Angeboten auf dem Mittelalterlichen Markt.   Und wie steht es um den Gaumenschmaus? Ob Knoblauchbrot, Beerenweine,    Kirschbier, Met oder Schwein vom Spieß – der Geschmack überspringt    mühelos einige Jahrhunderte. Unzählige Händler verwöhnen die Besucher    mit ihren Waren: Pflanzengefärbte Wolle, Lederwaren, Trinkhörner,    Perlenschmuck, Edelsteine, Felle und Bernstein Laternen und Gewänder.    Wer hier ordentlich eingekauft hat, der kann vermutlich direkt als    Teilnehmer eines Heerlagers durchgehen. Und diese Heerlager sind zum    Mittelalterlichen Markt ebenfalls stark vertreten. Sie werden der    Veranstaltung sicher die passende „Würze“ geben und dafür sorgen, dass   sich die Besucher nicht nur in das Markt-Treiben aus mittelalterlichen   Zeiten sondern auch in das tatsächliche Leben hineinversetzen können –    tiefstes Mittelalter also, mitten in Warendorf.


 

Delmenhorst Clans of Caledonia, Klopffechters Erben sowie das Lager von Graf Gerd:    13 Heerlager mit fast 200 Menschen  sind auf dem Platz rund um die    Burginsel verstreut und bieten Töpferkunst, Holzschnitzereien oder    Schwerter an. Jedes Lager ist am eigenen Wappen zu erkennen, das vor dem    Zelt angebracht wurde. Mitten in Delmenhorst fühlt man sich am sehr   warmen Sonntag, als ob die Zeit zurückgedreht wurde. Man ist umgeben von   Eulen, Pferden und  Personen in langen Stoffgewändern, die so dick    sind, dass der Schweiß nur so von den Gesichtern tropft. Sogar einige    Besucher haben sich entsprechend in Schale geworfen.

Das fünfte    „Graf Gerds Stadtgetümmel“ zieht am Wochenende eine große Menschenmasse   an. Zusammen mit den Mannen von Illuminati Spectaculare, die am   Sonnabend mit einer gelungenen Feuershow während der Dämmerung für   Stimmung sorgten, hat das Stadtmarketing ein Getümmel zustande gebracht, das sich sehen lassen kann.

„Das Ambiente ist gelungen“, freuen sich  Axel Langnau und Ines Böse    vom Stadtmarketing. „Die einzelnen Lager mit ihren Bewohnern zeigen,   wie sie wirklich leben. Das ganze Jahr ziehen sie von Fest zu Fest und    präsentieren ihre Kunst“, beschreibt Langnau die Heerlager.

In   der Hitze ist jeder glücklich über ein bisschen Schatten im Schutz der    Stände. „Die Besucherzahlen sind gut, vor allem auch, obwohl wir    Eintritt nehmen“, so Langnau. Elektrizität oder Neumodisches sucht man   an den Ständen und Lagern zum großen Teil vergebens. „Das ist verpönt   bei den echten Mittelalterleuten“, erklärt der Leiter des    Stadtmarketings.

Gaukler Narrenkai zieht bei seinen komischen    Auftritten die Blicke vieler Kinder auf sich. Er jongliert, erzählt    Geschichten über das Mittelalter und foppt die Kinder mit einem    zwinkernden Auge. Diese danken es ihm mit großem Applaus und vielen    Lachanfällen. Aber auch die Falknerei und die Schaukämpfe von Rittern    und Königen erheitern die Kinder.  Marktleiter Michael Nilson   findet  viel Gefallen am Stadtgetümmel: „Die Besucher machen mit“, erzählt er.

Einige    verkleidete Personen  sorgen auch in der Innenstadt für erstaunte    Gesichter und  Gelächter. Viele Menschen sind am verkaufsoffenen Sonntag    in die Geschäfte, Bistros und Eisdielen gekommen. Allerdings hat man   den Eindruck, dass zwei komplett unterschiedliche Veranstaltungen    stattfinden.  Christian Wüstner,    Sprecher der Kaufleute in der Innenstadt, sieht in seiner Verkleidung    zwar wie ein Mittelalterexperte aus, viele andere Ladenbesitzer sind   seiner Idee allerdings nicht gefolgt.

 www.wn.de 2013

            

Mittelalterfest
  „Elektrizität ist bei  Rittern verpönt“

   

Fünftes „Graf Gerds Stadtgetümmel“ ein voller Erfolg vor allem bei den Kindern

        In der Innenstadt waren Ritter und Stadtgetümmel-Ambiente rar. Trotzdem kamen viele Besucher zum verkaufsoffenen Sonntag. Von Christoph Tapke-Jost       

 
  
 Heiße   Kunst: Der Himmel ist noch hell, trotzdem zeigte Illuminati    Spectaculare eine denkwürdige Feuershow auf der Burginsel. Mehrere    hundert Zuschauer waren begeistert. Bild: Günther Richter
 

Delmenhorst Clans of Caledonia, Klopffechters Erben sowie das Lager von Graf Gerd:     13 Heerlager mit fast 200 Menschen  sind auf dem Platz rund um die     Burginsel verstreut und bieten Töpferkunst, Holzschnitzereien oder     Schwerter an. Jedes Lager ist am eigenen Wappen zu erkennen, das vor dem     Zelt angebracht wurde. Mitten in Delmenhorst fühlt man sich am sehr    warmen Sonntag, als ob die Zeit zurückgedreht wurde. Man ist umgeben von   Eulen, Pferden und  Personen in langen Stoffgewändern, die so dick    sind, dass der Schweiß nur so von den Gesichtern tropft. Sogar einige    Besucher haben sich entsprechend in Schale geworfen.

Das fünfte    „Graf Gerds Stadtgetümmel“ zieht am Wochenende eine große   Menschenmasse   an. Zusammen mit den Mannen von Illuminati Spectaculare,   die am   Sonnabend mit einer gelungenen Feuershow während der Dämmerung  für   Stimmung sorgten, hat das Stadtmarketing ein Getümmel zustande gebracht, das sich sehen lassen kann.

„Das Ambiente ist gelungen“, freuen sich  Axel Langnau und Ines Böse     vom Stadtmarketing. „Die einzelnen Lager mit ihren Bewohnern zeigen,     wie sie wirklich leben. Das ganze Jahr ziehen sie von Fest zu Fest und    präsentieren ihre Kunst“, beschreibt Langnau die Heerlager.

In     der Hitze ist jeder glücklich über ein bisschen Schatten im Schutz der    Stände. „Die Besucherzahlen sind gut, vor allem auch, obwohl wir    Eintritt nehmen“, so Langnau. Elektrizität oder Neumodisches sucht man    an den Ständen und Lagern zum großen Teil vergebens. „Das ist verpönt    bei den echten Mittelalterleuten“, erklärt der Leiter des     Stadtmarketings.

Gaukler Narrenkai zieht bei seinen komischen     Auftritten die Blicke vieler Kinder auf sich. Er jongliert, erzählt     Geschichten über das Mittelalter und foppt die Kinder mit einem     zwinkernden Auge. Diese danken es ihm mit großem Applaus und vielen     Lachanfällen. Aber auch die Falknerei und die Schaukämpfe von Rittern    und Königen erheitern die Kinder.  Marktleiter Michael Nilson   findet  viel Gefallen am Stadtgetümmel: „Die Besucher machen mit“, erzählt er.

Einige     verkleidete Personen  sorgen auch in der Innenstadt für erstaunte    Gesichter und  Gelächter. Viele Menschen sind am verkaufsoffenen Sonntag    in die Geschäfte, Bistros und Eisdielen gekommen. Allerdings hat man    den Eindruck, dass zwei komplett unterschiedliche Veranstaltungen    stattfinden.  Christian Wüstner,     Sprecher der Kaufleute in der Innenstadt, sieht in seiner Verkleidung    zwar wie ein Mittelalterexperte aus, viele andere Ladenbesitzer sind    seiner Idee allerdings nicht gefolgt.

 

© Text und Bild: www.nwzonline.de 2013

 

 

Mittelaltermarkt im Juni am Bönener Zechenturm geplant

  BÖNEN   - Das Mittelalter soll zum Sommeranfang in Bönen wieder lebendig    werden und der Gemeinde eine Veranstaltungspremiere der besonderen Art   bescheren. Mehr als 300 Händler, Gaukler, Spielleute, Ritter und    Handwerker wollen sich am 22. und 23. Juni auf einem Mittelaltermarkt    auf dem Gelände am Förderturm tummeln. Entsprechende Verträge wurden    bereits mit der Bürgerstiftung abgeschlossen.
 

Feuerschlucker wollen die Besucher des Mittelaltermarktes in ihren Bann ziehen.

  

Das   Spektakel soll auf der  südlichen Rasenfläche oberhalb des   Alfred-Fischer-Platzes stattfinden.  Das kündigte zumindest „Ars   Westfalica“ als Organisator an. Dahinter  verbirgt sich eine kleine   Gemeinschaft von Mittelalter-Fans aus  Warendorf, die in ihrer   Heimatstadt sowie in Senden bereits mit riesigem  Erfolg solche Märkte   auf die Beine gestellt haben. Wegen der großen  Resonanz - sowohl bei   Besuchern als auch bei Mitwirkenden - wollen sie  nun ihren   Aktionsradius auf andere Regionen ausdehnen.

Aber  wie ist „Ars   Westfalica“ gerade auf die Gemeinde gekommen? „Wir haben  in unserem   Kreis zwei Anbieter aus Bönen, die uns schon vor zwei Jahren  auf den   Förderturm aufmerksam gemacht haben. Seitdem haben wir ihn im  Auge. Die   inzwischen aufgeschüttete und begrünte Fläche neben den  Parkplätzen   ist sicherlich gut für so einen Markt geeignet“, erläutert  Ulrike   Bitterlich-Nietsch, die zusammen mit ihrem Partner Ralph Damke  schon   zahlreiche Anbieter und Akteure für das Ereignis verpflichtet hat

Auf    ihrer Homepage präsentiert „Ars Westfalica“ bereits eine lange Liste   mit Künstlern, Händlern, Handwerkern, Gastronomen und Heerlager-Gruppen,   die sich in mittelalterlichen Gewändern und Rüstungen an dem   Markttreiben in Bönen beteiligen wollen. Eine Falknerei mit einer   Greifvogelshow ist dort ebenso aufgeführt wie eine Feuershow,   Stelzentheater, Marktmusiker mit Sackpfeifen, Bogenbauer sowie Gold und   Waffenschmiede. Auch eine Pfeifenschnitzerei, die Dortmunder   Schwertkampfschule und eine „Leibkneterei“ (mittelalterliche Massage)   sollen Besucher aus nah und fern am 22. und 23. Juni zum Zechenturm   locken und unterhalten. Dabei sollen eine Vielzahl von mittelalterlichen   Produkten und Leckereien an den beiden Veranstaltungstagen in und an   den originellen Zeltständen angeboten werden. „Wir haben zwar keine   Ritterspiele mit Pferden im Programm, weil der Eintritt dann zu teuer   geworden wäre, doch werden die Waffen sicherlich klingen, wenn   Teilnehmer am Heerlager ein paar Schaukämpfe machen“, erklärte Ulrike   Bitterlich-Nietsch. Natürlich werde es eine ganze Reihe von Attraktionen   und Mitmach-Angeboten für Kinder geben.

Der    Mittelaltermarkt wird samstags von 11 bis 23 Uhr und sonntags von 11   bis 19 Uhr geöffnet sein. Der Eintritt beträgt 6 Euro. Außerdem gibt es   vergünstigte Karten für Familien. Für Kinder unter 1,30 Meter    „Schwertmaß“ soll der Eintritt übrigens frei sein - li

  

© Text und Bild: www.wa.de 2013

  

Vier Tage zurück ins Mittelalter

  

Auch verschiedene Greifvögel gab es beim fünften Mittelalter-Gaudium im Volksgarten Mengede zu bestaunen. Foto: Kevin Schrief

  

Mengede.                 „Der Zuber ist leider ausgebucht“, schmunzelt der junge    Schankwirt von nebenan. Macht nichts, denn beim fünften    Mittelalter-Gaudium im Mengeder Volksgarten gab es noch jede Menge    anderer Attraktionen.

     

„Der Zuber ist   leider ausgebucht“, schmunzelt der junge  Schankwirt von nebenan. Dann   öffnet er gekonnt mit dem Messer den  metallenen Kronkorken der Neuzeit,   der den Durstigen noch vom süßlich  schmeckenden Gerstensaft trennt:   Das Odin-Bräu hat 5,4 Volumenprozent  Alkohol in sich. „Dunkles   Starkbier mit Honig“, weiß ein Vollbärtiger  aus dem Zuber. „Das zieht   im warmen Bad besonders ‘rein!“ Bügelflaschen  wären passender gewesen –   aber in Dortmund schmeckt Bier schließlich aus  jedem Gefäß.

Mann gegen Mann in der Arena

Der    große Holzbottich ist eine der besonderen Attraktionen auf dem fünften   Mengeder Gaudium. Vier Tage lang – von Donnerstag bis gestern – hat  sich  im 100-jährigen Volksgarten alles ums Mittelalter gedreht. Doch  anders  als damals dient der Zuber diesmal nicht bloß der Körperpflege.  Die  Bürste zum Rückenschrubben bleibt links liegen. Eher massiert der   Vollbärtige seiner Partnerin zärtlich die strapazierte Wirbelsäule mit   den bloßen Händen.

Draußen mag das Wetter noch so unterschiedlich   sein: Ein Thermostat sorgt im Bottich für konstant wohlige Wasserwärme.   „Das Wasser wird einmal am Tag gewechselt“, sagt der Wirt. Hunderte  von  Litern könne man nicht „einfach schnell mal“ ab- und wieder  einlassen.  Im Mittelalter ist das nicht anders gewesen. Doch eine  ausgeklügelte  Filtertechnik aus der Neuzeit garantiert beim   Gaudium-Zuber, dass das  Nass auch bei der nächsten Bade-Gruppe den   hygienischen Standards  standhält.

Badespaß macht hungrig: Ein   paar Stände weiter drehen  sich Mutzbraten (besonders marinierter   Schweinenacken) und eine  komplette Sau auf offenem Grill. „Bauchvoll“   ist dabei durchaus wörtlich  zu nehmen: Wer das ordert, bekommt gleich   doppelt vom Schwein – und  noch ein paar Beilagen dazu. Danach hilft nur   noch ein  Verdauungs-Schnaps nach Hause. Der Volksgarten gleicht an   vier Tagen  einer mittelalterlichen Zeltstadt: „Rund 500 Teilnehmer   leben vier Tage  lang im Park“, erklärt Detlef Huß, der gemeinsam mit   seiner Frau Erika  Wiedemann-Huß das Gaudium fürs Stadtbezirksmarketing nun schon zum  fünften Mal organisiert. Kunsthandwerk steht dabei hoch im Kurs: Hans  Schrewe bietet seine selbstgezogenen bunten Duftkerzen   feil. „Früher  habe ich mit meinem 40-Mann-Betrieb die großen deutschen Warenhäuser  beliefert“, erzählt der gebürtige Hamburger. Dann habe ihm   die  Konkurrenz aus China das Geschäft „kaputtgemacht“.

Globalisierung    ist für den Pfannkuchen-Mann „Henry“ indes kein Thema. Denn die    schmecken bekanntlich nur heiß – und lecker mit Zimt-Zucker-Mischung    bestreut oder mit Apfelmus bestrichen. Seine mittelalterliche    Crêpes-Kreation findet reißenden Absatz.

Die große Wiese im    Mengeder Volksgarten als altertümlicher Marktplatz: Suppen und Seifen,   im Holzofen gebackene Brote, Lederwaren und Handgesponnenes,    Mäuse-Roulette und Falknerei – die Liste ließe sich endlos fortsetzen.   Armbrustschießen und ein Ritterturnier sorgen bei den Kleinen für    Kurzweil.

„Wir kommen schon seit fünf Jahren zum Gaudium“, sagt    Beate Fischer aus der Mengeder Heide. Ihr etwas älterer Sohn tobt sich   beim Ritterturnier aus, der jüngere schleckt mittelalterliche Eiskrem.   In der anderen Hand hält er seine Mutter fest. Ehemann Andreas hat sich   indes unter die Zuschauer in der Kampfarena gemischt. Dort geht es Mann   gegen Mann. Einige der Kontrahenten sind wohlbeleibt. „Die werden wohl   so manchen Schlag unbeschadet wegstecken“, meint Andreas Fischer – und   freut sich schon aufs nächste Gaudium.

Sebastian Schulte


© Text und Bild: www.derwesten.de 2013